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Familienmeisterschaft 2019

Auch Ludwigsfelde war bei der Deutschen Familienmeisterschaft wieder vertreten: Rafael nahm mit seinem Bruder Jonatan teil, der für die SG NARVA Berlin spielt. Wie schon in der Vergangenheit traten wir als „Vier Türme für ein Halleluja“ an – eine Anspielung an einen der großen Erfolge von Bud Spencer und Terence Hill.

Geboten wurde Schnellschach in 2er Teams mit einem optionalen Ersatzspieler. Auch für Verpflegung vor Ort wurde gesorgt und die sanitären Einrichtungen waren sauber und in ausreichender Anzahl vorhanden. Überhaupt war das Vereinsheim der TSG Oberschöneweide mit Blick auf die Spree ein sehr angenehmes Spiellokal. Vielen Dank an dieser Stelle an die Helfer und Organisatoren!

Die Familienmeisterschaft war gut organisiert und es herrschte eine entspannte und freundschaftliche Atmosphäre. Viele der Schachfamilien kannte man, sodass man auch immer jemanden zum Quatschen oder Mitfiebern finden konnte.

Aus schachlicher Sicht lief es für uns durchwachsen. Wir holten zusammen 50% der Brett- und Mannschaftspunkte, versäumten es aber gegen nominell stärkere Teams auch mal zu punkten.

Sieger des Turniers wurde Familie Hansch aus Potsdam, die mit gewohnt solidem und gutem Spiel überzeugten.

Turnierseite

Blitzschach in Lichtenrade

Die seit 2017 regelmäßig stattfindenden „ELO-Blitz“ Turniere bei den Schachfreunden von Schwarz-Weiß Lichtenrade haben sich für uns Ludwigsfelder schon beinahe zu einer Tradition entwickelt. Keines der vier Turniere haben wir bisher verpasst und damit vielleicht auch zum erfolgreichen Bestehen der beliebten Turnierserie beigetragen.

Diesen Montag gab es nun überraschend einen Teilnehmerrekord mit 23 Teilnehmern, davon drei sogar aus Finnland. Auch das ist in Lichtenrade sehr angenehm: Zusätzlich zu den bekannten Stammgästen trifft man hier auch immer wieder neue Gesichter, diesmal eben von etwas weiter weg. Der Abend versprach jedenfalls lang zu werden, schließlich sollte erst ab 24 Teilnehmern im Schweizer System gespielt werden, bis einschließlich 23 Teilnehmer hingegen im Rundensystem.

Der Abend versprach dann auch ein bunter Mix aus allem zu werden was Schach im Allgemeinen und Blitzschach im Besonderen zu bieten hat: Frühe Figurgewinne, dynamische Dameneinsteller, zackige Zeitnotphasen und fatale Fehlgriffe in gewonnener Stellung mit Verlustfolge. Im Blitz reicht auch eine Mehrfigur nicht zwingend zum Brettpunkt, wohingegen das Endspiel mit Turm gegen 5 Bauern auch schon mal gewonnen sein kann.

Die Atmosphäre war sehr angenehm, die Schiedsrichter gut vorbereitet und bis auf eine Ausnahme sind alle Spieler absolut fair geblieben. Die Spielstärke war durchaus anspruchsvoll und reichte von ~1600 bis ~2300 TWZ.

Michel erspielte 5 Punkte, René sammelte 7,5 Punkte und Rafael holte 13,5 Punkte. Sieger des Turniers wurde Bryan Ricardo Carrasco vom SC Kreuzberg.

Zur Tabelle beim SW Lichtenrade

Gegen Bestbesetzung zum Remis

Den Weg zur Zeppelingrundschule kenne mittlerweile sogar ich auswendig. Neben diversen Begegnungen in der Liga richtet unser Tabellennachbar, der PSV Potsdam Mitte, dort das alljährliche Potsdamer Sommeropen aus. Auch die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft war im Januar ganz in der Nähe zu Gast, bei der dieses Jahr vier Ludwigsfelder um Platzierungen spielten.

Beim LSC ersetzte an diesem Sonntag Roland Schmidt unser 4. Brett Michel Zimmer, auch Ulrich war nicht mit dabei. Die hochmotivierte Potsdamer Mannschaft trat hingegen erstmals in Bestbesetzung an, sodass unser Vorhaben, einen weiteren Mannschaftssieg zu erringen, deutlich schwieriger wurde.

An den Brettern ging es diesmal hoch her. Roland hatte es mit einem höherklassigen Gegner zu tun und verlor durch ein paar unglückliche Züge. Frank Schumann konnte durch eine fehlerhafte Abwicklung seines Gegners einen Vorteil erzielen und diesen in einen sicheren Sieg verwandeln. Wolfgang Tilp musste seine Partie aufgeben, Ralf Kokulinsky glich gleich wieder aus. Die beiden Remisen von Rafael Schenk und René Schilling erhöhten das Gesamtergebnis auf 3:3.

Nun mussten die beiden noch offenen Partien die Entscheidung bringen.

Kurt Rosenau steuerte seine Partie trotz Minusbauern in ein sicheres Remis. Unser Mannschaftsleiter, Reiko Pankow, bot daraufhin in ausgeglichener Stellung Remis, was ein Unentschieden für den Wettkampf bedeutete. Somit erkämpften wir einen weiteren Mannschaftspunkt in dieser Saison und verbleiben weiter in der oberen Tabellenhälfte.

Bericht zum Eintracht-Open in Neubrandenburg

Neubrandenburg. Das 28. „Eintracht-Open“, aber für mich erst die zweite Teilnahme. Charakteristisch ist der sehr straffe Zeitplan mit verkürzten Partien, damit die Berliner noch freitags nach der Arbeit anreisen können und am Sonntag Abend wieder zuhause sind. Das Turnier fand direkt im Hotel statt, wo man für humane Preise übernachten konnte. Frühstück und ggf. Saunanutzung waren inbegriffen, auch das W-LAN funktionierte reibungslos.

Spielort und Hotelpersonal ließen keine Wünsche offen.

Am Turnierort angekommen traf ich diesmal nur wenige bekannte Gesichter. Ein paar Brandenburger waren dabei, aber die meisten kamen aus Mecklenburg-Vorpommern und Umgebung. Dieses Jahr reichte es für mich DWZ-mäßig für die A-Gruppe und natürlich nahm ich diese Herausforderung gerne an.

Organisatorisch lief dieses Jahr nicht alles glatt. Der Turnierstart verspätete sich wegen einer Vollsperrung bei Gransee – sehr bedauerlich, weil die erste Runde sowieso ziemlich spät starten sollte. Auch bei der Gruppeneinteilung gab es Unstimmigkeiten: Zwei vereinslose Teilnehmer gaben eine falsche DWZ an, einer „irrte“ sich gar um stolze 416 Punkte.

Auftakt mit zwei Niederlagen

In der ersten Partie bekam ich Schwarz und einen Stellungstyp aufs Brett, den ich bislang nicht verstehe. Die Partie war im Grunde ausgeglichen mit wechselnden leichten Vorteilen, bis ich im Zuge völliger geistiger Umnachtung einen Bauern schlug, den ich nun wirklich nicht schlagen konnte. Die Dame ging verloren und die Partie war gelaufen. Dafür kam ich wenigstens früher ins Bett.

Am nächsten Morgen startete ich die Vorbereitung mit insgesamt 300 Taktikaufgaben der Kategorien „leicht“ und „mittel“, bevor ich mir zum Wachwerden ein ausgiebiges Frühstück gönnte.

Taktik war dann in der zweiten Partie leider nicht gefragt. Mein Gegner spielte das Londoner System und ich erlangte leichten Vorteil, musste später aber der verkürzten Bedenkzeit Tribut zollen. Kurz vor dem 40ten Zug verspielte ich einen wichtigen Bauern und musste somit auch noch ein schlechteres (verlorenes) Endspiel spielen. Fast erreichte ich zwar noch das Remis, doch wie so oft entschied am Ende ein Tempo.

Besinnung auf das Gelernte

Wenig später ging es nach kurzer Pause in die dritte Partie – diesmal endlich mit Weiß. Ich erlangte frühen Vorteil, entschied mich dann aber gegen ein Figurenopfer und verblieb stattdessen im „Plus-Equals-Mode“ (John Nunn) mit einem Mehrbauern gegen das Läuferpaar. Etwas überraschend tauschte mein Gegner dann seine Läufer gegen meine Leichtfiguren, wodurch ein Turmendspiel entstand mit dem Mehrbauern auf meiner Seite. In einer kritischen Stellung gab ich schließlich meinen Freibauern für das Motiv der „Bauern, die von selber laufen“ (Dvoretsky) und gewann dadurch die Partie.

Die weißen Bauern sind nicht aufzuhalten.

Den Samstag Abend konnte man frei nutzen. Im letzten Jahr waren wir im „Wiekhaus 45“ direkt auf der Stadtmauer. Dieses Jahr verzichtete ich aber, freute mich aufs Frühstück und hielt mich stattdessen an Magnus Carlsens Vorbereitung für die Weltmeisterschaft.

„Eat well, sleep well, prepare well, play well.“

Magnus Carlsen

Mein Gegner der vierten Runde schien dann ein wenig müde. Ich kannte die Motive der Eröffnung besser und konnte ihn strategisch überspielen. Auf einen positionell zweifelhaften Zug fand ich ein korrektes Figurenopfer, das er aber nicht annahm. Das Finish kurze Zeit später war sehenswert. Hier machten sich die 300 Blitztaktiken vom Vortag bezahlt, denn den Gewinnzug erkannte ich im Bruchteil von Sekunden mit all seinen Auswirkungen. Meinem Gegner blieb nur die Aufgabe.

In der letzten Runde bekam ich wieder Schwarz und eine Eröffnungsvariante, in der ich mich auskannte. Ich machte die Partie scharf und rechnete fehlerfrei. Als die Stellung verwertbar war fand ich die richtige Fortsetzung, ermöglichte einen Damenschwenk zur h-Linie und entdeckte auch den stillen Zug, der mindestens den Figurgewinn erzwang. Am Ende entstand sogar ein hübsches Mattbild.

Fazit

Insgesamt also 3 Punkte aus 5 Partien, womit ich prinzipiell zufrieden bin. Das Turnier selber ist trotz kleiner Pannen im Ablauf auch für die Zukunft sehr empfehlenswert.

Johannes Tschernatsch vom USV Potsdam gewann das Turnier sehenswert mit 4 Siegen aus 5 Partien.

Heimsieg gegen Falkensee

(Bericht von René)

Heute hatten wir die Schachfreunde vom SC Caissa Falkensee zur 6. Runde in der Regionalliga als Gast. Zeitgleich hat unsere 3. Mannschaft ihren Wettkampf gegen die 2. Mannschaft vom SC Clauert Trebbin gespielt. Beides ist nur durch das großzügige Raumangebot im Waldhaus möglich.

Nach unseren Sieg gegen den vorherigen Tabellenführer waren wir auch optimistisch den bisherigen zweitplatzierten SC Caissa Falkensee zu besiegen. Da beide Mannschaften nicht in Bestbesetzung antraten, war der Wettkampf erst recht offen. Zu unserem Glück konnte Roland Schmidt einen Aussetzer des Gegner schnell in einen Sieg umwandeln. Damit stand es 1:0.

Fast zeitgleich erreichte Frank Schumann eine vorteilhafte Stellung in seiner Lieblingseröffnung. Am 2. Brett überspielte Rafael Schenk stragegisch seinen Gegner, so dass wir virtuell mit 3 Siegen in Vorteil waren. Diesen Vorteil sicherten wir durch 2 Remisen am Brett 3, Michel Zimmer, und 1, Rene Schilling.

Wolfgang Tilp spielte seine Partie sicher und nahm bei dem nun greifbaren Mannschaftssieg das Remisangebot seines Gegners an. In diesem Moment war der Mannschaftssieg „fix“, so dass die Punkteteilung von Ulrich Kruspe unser Brettpunktekonto erhöhte.

Als die beiden Gegner von Frank Schumann und Rafael Schenk aufgaben, führten wir mit 5:2 Punkten, und hatten damit praktisch den Wettkampf gewonnen. Dass am Ende eine Partie verloren ging, passiert.

Den zeitgleichen Wettkampf der 2. Mannschaft vom befreundeten SC Clauert Trebbin gegen unsere Nachwuchsmannschaft ging „1:3“ verloren. Die Leistung aller 4 Nachwuchsspieler zeigte deutlich nach oben und in nicht allzulanger Zeit wird auch das Ergebnis anders aussehen.

Der Ludwigsfelder Schachclub trifft sich freitags ab 19:00 Uhr im SPAS – Cafe vom Waldhaus , vorher trainieren unsere Nachwuchsspieler ab 17:30 Uhr dort.