25. Emanuel-Lasker-Schachturnier 2019

Am letzten Aprilsonntag fand das inzwischen 25. Emanuel-Lasker-Schachturnier in Thyrow statt. Der Schachclub „Hans Clauert“ Trebbin e.V. sowie der Ludwigsfelder Schachclub 54 e.V. richteten das fest etablierte Turnier wie in jedem Jahr gemeinsam aus und konnten sich auch diesmal über fast 50 Teilnehmer freuen. Aber nicht nur Schachfreunde aus Brandenburg und Berlin waren zu Gast, sondern auch Spieler von weiter her: So begrüßte die Schirmherrin des Turniers, Frau Klatt, zum Auftakt mit großer Freude auch Spieler aus Magdeburg oder Schwerin.

Eröffnung des 25. Emanuel-Lasker-Schachturniers 2019 in der Kulturscheune Thyrow

Enthusiasmus und Spielfreude

Ganz im Geiste des ehemaligen Weltmeisters gingen die Kontrahenten mit großem Enthusiasmus an den Start und bereits in der ersten Runde gab es Überraschungen und spannende Paarungen. Spielfreude und gute Stimmung zogen sich auch durch den weiteren Verlauf des Turniers. Aber auch schachlich gab es viele hochspannende Begegnungen zu sehen: In vielen Partien konnte man regelrecht mitfiebern, denn neben Strategie, Positionsspiel und Taktik wurden mehrere Partien erst in den allerletzten Sekunden entschieden.

Die Mittagspause wurde zum allgemeinen Austausch rege genutzt und auch so manche Partie wurde noch einmal detailliert besprochen. Einige Spieler bereiteten sich mit Taktikaufgaben auf die verbleibenden Partien vor. Wie in jedem Jahr wurde auch diesmal wieder gegrillt, sodass die Teilnehmer anschließend gesättigt und ausgeruht in die zweite Turnierhälfte starten konnten.

Weltmeisterlicher Turniersieg

Nach fünf gespielten Runden konnte sich Jann-Christian Tiarks vom USV Potsdam von seinen Konkurrenten absetzen und führte die Tabelle fortan alleine an. Bereits vor der letzten Runde war klar, dass es dabei bleiben würde: Jann-Christian führte uneinholbar und gab schließlich nur in der allerletzten Runde einen halben Partiepunkt an Vorjahressieger Karsten Schulz ab. Er gewann somit mit 8.5 Punkten aus 9 Partien und 1.5 Punkten Vorsprung – ein Ergebnis, das es laut Turnierleiter René Schilling in den 25 Jahren des Turniers so noch nicht gegeben hatte.

Herzlichen Glückwunsch an Jann-Christian Tiarks zu diesem weltmeisterlichen Ergebnis und dem deutlichen Turniersieg!

Die weiteren Sieger

Karsten Schulz aus Schwerin beendete das Turnier mit 7.0 Punkten auf dem zweiten Platz. Dritter wurde der in Magdeburg spielende Tobias Röhr mit 6.5 Punkten.

Siegerin der Frauen wurde Susanne Röhr mit 4.0 Punkten. Bei den Senioren gewann Erik Allgaier mit starken 5.5 Punkten. Der U20-Jugendpreis ging an Jared Möller, der 5.0 Punkte holte. Den Jugendpreis U14 holte Oliver Röhr mit 5.5 Punkten.

Wir gratulieren allen Siegern und allen Platzierten!

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Teilnehmerliste

Rangliste

Ergebnisse

Vorschau: Emanuel-Lasker-Turnier am kommenden Sonntag

Bereits am Sonntag findet das 25. Emanuel-Lasker-Schachturnier in Thyrow statt. Grund genug, einen kurzen Vorgeschmack zu geben auf das, was euch und uns erwarten wird.

Schachliche Herausforderungen

Wie immer werden wir 9 Runden Schnellschach spielen mit je 15 Minuten pro Spieler und Partie. Natürlich gibt es dabei zahlreiche Preise zu gewinnen, nicht nur für die besten Drei, sondern auch für den besten Nachwuchsspieler, den besten Jugendspieler sowie den besten Senior.

Auch wenn man also nicht ganz oben mitspielen sollte: Es gibt zahlreiche Ziele, die man sich setzen kann und genügend Preise, um die man kämpfen kann.

Ich persönlich habe mir z.B. vorgenommen, nicht die gleichen Fehler zu machen wie beim letzten Mal. Wahrscheinlich werden es daher diesmal einfach andere Fehler sein… 😉

Sommerliches Wetter

Aber natürlich wird es nicht nur um Preise und sportliche Herausforderungen gehen, sondern vor allem um den Spaß am Schach in angenehmer Atmosphäre.

Auch wenn der Termin in diesem Jahr etwas früher liegt als sonst haben wir deshalb trotzdem gutes Sommerwetter bestellt. Auch morgen soll es wieder angenehm warm werden, sodass einem Ausflug nach Thyrow zum 25. Emanuel-Lasker-Turnier nichts im Wege stehen sollte!

Bis heute 38 Anmeldungen

Aufgrund einiger Terminüberschneidungen haben sich dieses Jahr etwas weniger Teilnehmer gemeldet als in den letzten Jahren, aber das dürfte dem schachlichen Aspekt und dem Spaß am Spiel nicht abträglich werden.

Aktuell sind 38 Teilnehmer gemeldet – und vielleicht entscheidet sich der ein oder andere ja auch noch spontan. Platz genug ist auf jeden Fall vorhanden und in Thyrow ist jeder gerne gesehen.

Die aktuelle Teilnehmerliste findet ihr hier: Meldeliste

Für Essen und Trinken ist gesorgt

Was also bleibt noch zu sagen? Für das Allgemeinwohl in Form von Speisen und Getränken wird gesorgt und auch sonst werden wir uns alle Mühe geben das Turnier für euch so angenehm zu gestalten wie aus den Vorjahren gewohnt.

Der SC „Hans Clauert“ Trebbin und der Ludwigsfelder Schachclub 54 freuen sich auf euch!

Ausschreibung

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Aktuelle Meldeliste

Karfreitagsblitzturnier 2019

„Nach der Arbeit sollst du ruh’n, vor der Gartenarbeit sollst du Schach spielen.“

So oder ähnlich könnte ein altes Sprichwort lauten – zumindest, wenn man in Indien oder Persien damals bereits die Gartenarbeit kannte. Gleich mehrere Ludwigsfelder jedenfalls verfuhren heute nach diesem Prinzip: Ein starkes Indiz dafür, dass Ludwigsfelde ebenfalls indisch/persische Ursprünge haben muss.

Natürlich ist das Unsinn. Vermutlich war es eher Albrecht der Bär, der bei der ersten Gründung von Ludwigsfelde einst eine ganz entscheidende Rolle spielte.

Nun aber genug davon.

Am Karfreitag wird geblitzt

Wie jeden Karfreitag traf sich auch im Jahr 2019 der Ludwigsfelder Schachclub zum gemeinschaftlichen Blitzen in geselliger Atmosphäre, dieses Jahr in der Gartensparte. Unser Vorstandsvorsitzender, Wolfgang Tilp, sorgte für unser leibliches Wohl in Form von frischen Brötchen und Getränken, während René Schilling die Leitung des Turniers übernahm.

Früh um 9 Uhr ging es los, das Wetter versprach einen heiteren Frühlingstag mit viel Sonnenschein: Entsprechend gut war die allgemeine Laune (und die Vorfreude auf die spätere Gartenarbeit).

Vier Spieler ganz vorne dabei

Schnell spielten sich die üblichen Favoriten in Führung. Michel Zimmer gelangen dabei bereits in der ersten Turnierhälfte zwei Siege sowohl gegen Sven Rosenau als auch gegen René Schilling. Auch Angelika Riegraf – längst gefürchtet als Favoritenschreck – gelang ein beeindruckender Coup mit ihrem Remis gegen Sven, der fast doppelt so viele DWZ auf seinem Konto hat.

In der zweiten Turnierhälfte erzielte Sven einen verdient herausgespielten Sieg gegen Rafael Schenk und gelangte dadurch zurück in die Gruppe der Anwärter auf den Turniersieg. Bereits in der Partie danach musste er sich jedoch gegen René geschlagen geben.

Die vorentscheidende Runde

Die kommende, vorletzte Runde würde nun die Entscheidung bringen. Nach intensivem Studium der Turniertabelle begegneten sich Rafael und René punktgleich mit jeweils nur einer Niederlage – eine aus den letzten Jahren bereits sehr gut bekannte Konstellation, die wie üblich mit einem ganz frühen Remisangebot eines der beiden Kontrahenten eingeleitet wurde.

Beide Spieler nahmen die Herausforderung aber sehr gerne an, zumal auch bereits die Wahl der Eröffnung eine spannende Partie versprach, in der es um tiefe positionelle Ideen gehen sollte. So kam es dann auch: Die Partie wurde ausgesprochen kompliziert und beide Spieler hätten leicht den entscheidenden Fehler begehen können. Diesmal traf es letztlich René, sodass Rafael in der Gesamtwertung in Führung ging.

Die letzte Runde brachte dann keine Überraschungen mehr, sodass das Ergebnis damit feststand.

Ergebnisse

Alle Teilnehmer hatten sichtlich Spaß am Königlichen Spiel und dem gemeinschaftlichen Schachspielen bei bestem Frühlingswetter.

Turniersieger wurde Rafael mit 10,0 Punkten, gefolgt von Michel und René auf dem geteilten zweiten Platz mit jeweils 9,0 Punkten. Sieger der Jugend wurde Hagen mit 3,0 Punkten, Siegerin bei den Frauen wurde Angelika mit 5,0 Punkten.

Herzliche Glückwünsche an alle!

Tabelle

Pl. Name 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Summe
1. Rafael 1 1 0 1 1 1 1 1 1 1 1 10
2. Michel 0 1 1 0 1 1 1 1 1 1 1 9
2. René 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 9
4. Sven 1 0 0 1 ½ 1 1 1 1 1 1
5. Kurt 0 1 0 0 0 ½ ½ 1 1 1 1 6
6. Angelika 0 0 0 ½ 1 1 ½ 1 0 1 0 5
6. Wolfgang 0 0 0 0 ½ 0 1 ½ 1 1 1 5
8. Roland 0 0 0 0 ½ ½ 0 ½ 1 1 0
9. Ralf 0 0 0 0 0 0 ½ ½ ½ ½ 1 3
9. Hagen 0 0 0 0 0 1 0 0 ½ ½ 1 3
11. Ulrich 0 0 0 0 0 0 0 0 ½ ½ 1 2
11. Hans 0 0 0 0 0 1 0 1 0 0 0 2

DSAM Darmstadt: Michel qualifiziert sich erneut fürs Finale

Vergangenes Wochenende fand das 7. und letzte Qualifikationsturnier zur DSAM 2018/19 in Darmstadt statt. Obwohl ich mich kurz vor Weihnachten in Dresden bereits für das Finale qualifiziert hatte, fuhr ich als einer von drei Brandenburger Spielern hochmotiviert zum Turnier. Für mich war es mittlerweile die 6. Teilnahme an einer DSAM Qualifikation. Die Möglichkeit als Amateurspieler in einem 4 Sterne Hotel unter Topbedingungen professionell Schach zu spielen, lockte viele Spieler in die Stadt im Rhein-Main-Gebiet. Die DSAM Darmstadt sollte nach Potsdam das Turnier mit der höchsten Teilnehmerzahl der Saison werden.

Ich kämpfte in der D-Gruppe im Best Western Hotel Plaza Plus mit 83 weiteren Spielern um die Platzierungen. Auffällig war diesmal, dass das Teilnehmerfeld auf 4 Spielsäle verstreut war und es keinen wirklichen Hauptsaal mit Soundanlage gab. So wirkte das ganze Turnier irgendwie nicht so professionell wie gewohnt. Es ertönte also zum ersten Mal kein „One Night in Bangkok“ vor jeder Runde aus den Boxen. Das Personal vom Hotel wirkte zwar bemüht, war aber hinsichtlich des Caterings und auch der Sauberkeit der Sanitäranlagen ziemlich überfordert. Dennoch tat dies der positiven Grundstimmung keinen Abbruch und es wurde ein schönes Turnier ohne irgendwelche nennenswerten Vorfälle.

Erfolgreicher Start

Der erste Spieltag am Freitag wurde für mich ein Auftakt nach Maß. Die erste Runde spielte ich mit Schwarz und geriet nie wirklich in Bedrängnis. Nachdem ich eine Stellung aufs Brett brachte, wo meinem Gegner das klassische erstickte Matt drohte, musste er seine Dame für meinen Springer und Turm geben. Ich stellte seine restlichen Figuren kalt und suchte den Gewinnweg, welcher darin bestand, den König übers komplette Brett zu ziehen, um einen Bauern nach dem anderen abzutragen.

In Runde 2 verteidigte mein Gegner sehr gewissenhaft und ich geriet kurz vor der Zeitkontrolle in Probleme. Ich wollte zuviel, so dass ich mir fast die Dame einsperren ließ und mein Gegner unnötigerweise ins Spiel kam. Da die Zeitnotphase aber auch ihm zu schaffen machte, zockte ich und hatte das Glück auf meiner Seite. Im 40. Zug fesselte ich mit meinem Turm seine Dame und er gab auf.

Am Spitzenbrett

Am zweiten Tag fand ich mich erstmals an Brett 1 wieder. Es wurde ein spannendes und ausgeglichenes Spiel bis ich eine dreizügige Taktik sah, die einen Qualitätsgewinn brachte. Leider schaffte ich es in den verbleibenen 3 Minuten vor der Zeitkontrolle nicht, den Weg zur Vorteilssicherung zu finden. So kam es zur 3 maligen Stellungswiederholung und der Remisreklamation meines Gegners.

Aber Glück und Pech gleichen sich erfahrungsgemäß im Schach irgendwann aus. Es passierte gleich in der 4. Partie. Irgendetwas sagte mir, dass mein Gegner einen Zug viel zu schnell ausführte, welches der Komplexität der Stellung nicht entsprach. Und siehe da, er hatte einen Turm eingestellt. Den Sieg konnte ich dann eindrucksvoll mit einem Springeropfer einleiten, dem eine dreizügige Mattkombination folgte. Zufrieden stellte ich fest, dass ich mich auf Platz 2 der Rangliste wiederfand und mein Ergebnis von Dresden eingestellt hatte. Ich hatte jetzt ungeschlagen 3,5 Punkte aus 4 Partien. Die letzte Partie am Sonntag sollte also die eventuelle Zugabe sein.

Ehrung durch das DSAM-Team

Zugegeben… man muss schon etwas verrückt sein, wenn man seinen Geburtstag am Schachbrett fernab der Heimat verbringt. Aber dieses Mal war es so. Ich wurde vom DSAM-Team auf das Herzlichste mit einer Flasche Wein geehrt. Noch etwas zerknüllt von der Zeitumstellung und gerührt vom Applaus und Gratulationen meiner Brettnachbarn versuchte ich ins Spiel zu finden.

Ich hatte mich auf meinen Gegner sogar eröffnungsmäßig vorbereitet und weiß bis jetzt nicht, warum ich etwas anderes gespielt habe. Danach tat ich mich schwer die Konzentration zu halten und berechnete einen Bauerngewinn im Zentrum, übersah dabei aber eine einfache Taktik, die meinem Gegner einen Qualitätsgewinn brachte. Zwar versuchte ich noch zu tricksen, aber mein Gegner sah das anvisierte Dauerschach und tauschte clever die Damen, so dass ich aufgeben musste. Schade, dass ich gerade an meinem Geburtstag die kläglichste Partie des Turniers spielen musste.

Erneute Qualifikation

Erfreulich war, dass ich in der Reihe der neun Spieler mit 3,5 Punkten die beste Buchholzwertung hatte und so erneut die Qualifikation mit einem 7. Platz schaffte.

Also konnte ich zufrieden und mit einem versöhnlichen Ende den Heimweg antreten.

Foto von der Siegerehrung der D-Gruppe

Alle Ergebnisse des Turniers

Schnellschach in Mariendorf

Während unsere Jugend in Müncheberg Schach spielte, fuhr ich zum Schnellschachturnier beim TSV Mariendorf. Dort konnte man sich am Samstag in 7 Partien mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit auf die Sonntagspartie in der Regionalliga warmspielen.

Da die Schnellschachveranstaltungen bei den Berliner und Brandenburger Schachfreunden beliebt sind, sind die Teilnehmerfelder dabei immer stark besetzt. So war es auch diesmal und ich fand mich in der unteren Hälfte der Startreihenfolge wieder. Von Beginn an hieß es nun „Kopf hoch und auf zum königlichen Kampf“! Denn auch wenn gegen einen stärkeren Gegner Niederlagen zwar zu erwarten sind, gibt es ja auch immer die Chance eines Patzers von diesem. Im Gegenzug kann man gegen schwächere Gegner seine Klasse zeigen.

Insgesamt gelang mir ein gutes Turnierergebnis. Wichtiger für den sonntäglichen Mannschaftswettkampf war aber ein gelungenes Warmspielen.

Gegen die beiden „Underdogs“ konnte ich – wenn auch mit Fortune – gewinnen. Aus den 5 Spielen als „David“ erkämpfte (erspielte) ich einen Sieg und ein Remis. Somit kamen 3,5 Punkte zusammen. Mit 6 gut gespielten Partien und diesem zählbaren Ergebnis war auch sportlich der Ausflug ins Spiellokal des TSV Mariendorf ein Erfolg.

Das Turnier gewonnen hat FM Dirk Paulsen mit sehr beachtlichen 6,5 Punkten.

Ein Dank an die Veranstalter, allen voran Bernhard Riess und Olaf Ritz.

René Schilling

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