Zusätzliche Startplätze beim Ludwigsfelder Herbstturnier

Am Samstag ist es soweit: Das 2. Ludwigsfelder Herbstturnier steht in den Startlöchern und eine Vielzahl von Berlinern und Brandenburgern haben sich angemeldet.

Bereits fast vier Wochen vor dem Turnier erreichten wir die anvisierten 40 Anmeldungen – mittlerweile sind es 54. Infolgedessen haben wir uns um zusätzliche Kapazitäten bemüht und werden somit bis zu 50 Schachspielern die Teilnahme am 2. Ludwigsfelder Herbstturnier ermöglichen können.

An dieser Stelle auch ein ausdrückliches „Dankeschön!“ an die Verantwortlichen beim Waldhaus, dass alle Fragen im Vorfeld geklärt werden konnten und für die Bereitstellung zusätzlicher Tische und Stühle. Ansonsten wäre die Aufstockung auf 50 Spieler nicht möglich gewesen.

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Der Ludwigsfelder Herbst ist im Anmarsch

Die Sommerferien sind vorbei und so langsam beginnen die Vorbereitungen für die nächste Saison. Schon in 6 Wochen geht es wieder los mit dem 1. Spieltag der neuen Saison.

Zeit, sich langsam einzustimmen und sich wieder ans Schachbrett zu setzen!

Bestens dafür geeignet ist das 2. Ludwigsfelder Herbstturnier. Dieses findet am Samstag, den 21. September 2019 statt, also genau ein Wochenende vor Beginn der Ligaspiele. Somit bietet es sich regelrecht an, bei dieser Gelegenheit die eigenen Schachkünste schon mal auf die Probe zu stellen.

Turniermodus

Wir werden insgesamt drei Runden spielen mit einer Bedenkzeit von 60 Minuten für 30 Züge plus 30 Minuten für den Rest der Partie. Die Teilnehmer werden auf Gruppen mit je 4 Spielern aufgeteilt, sodass jeder Spieler Gegner mit ungefähr seiner eigenen Spielstärke bekommt. Das bedeutet gleichzeitig: Jeder kann gewinnen!

Als Preise gibt es Pokale und Medaillen. Für das leibliche Wohl in den Pausen zwischen den Partien ist selbstverständlich gesorgt.

Aktueller Anmeldestand

Inzwischen sind insgesamt 23 Anmeldungen eingegangen. Damit sind bereits fünf Wochen vor dem Turnier mehr als die Hälfte der verfügbaren Plätze vergeben. Interessierte können sich weiterhin bei René per E-Mail für den Ludwigsfelder Herbst anmelden.

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ELO-Schnellschach in Lichtenrade

Da Rafael, René und ich mittlerweile schon Stammgäste bei den Berliner Elo Blitz- sowie Schnellschachturnieren sind, konnte ich der netten persönlichen Nachfrage des Turnierleiters nicht widerstehen und fuhr gestern nach der Arbeit zum Turnier nach Lichtenrade. Ursprünglich wollten wir alle Drei mal aussetzen, jedoch bereute ich es nicht, dass ich um 19 Uhr am Brett saß.

14 teils bekannte, aber auch neue Gesichter traten im 7-rundigen Turnier an, um im Schnellschachmodus 12 min + 3s ihre geistigen Ergüsse aufs Brett zu bringen.

Die erste Partie

In gewohnt lockerer Atmosphäre ging es los und ich erwischte in der ersten Runde den hochverdienten und netten Berliner Schachspieler Vitalij Major.

Mein Matchplan war, meinen 500 Elopunkte stärkeren Gegner mit unorthodoxer Spielweise außerhalb die ausgetretenen Theoriepfade zu locken. Ich spielte die Trompowsky Eröffnung und nach seinem 2. Zug c5 schlug ich erst den Springer und dann den Bauern einfach raus.

Es schien die richtige Wahl zu sein. Es folgten normale Entwicklungszüge – ich geriet kurioserweise nie in Bedrängnis. Scheinbar machte ich alles richtig und geriet in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit 5 Bauern auf jeder Seite. Bitter war, dass ich nicht sah, dass ich nur noch den König hin und her ziehen musste. Die Partie war totremis, das bestätigte mir auch mein Gegner. Stattdessen griff ich fehl, fasste den Läufer an und nach dem Verlust eines weiteren Bauern fiel die Stellung zusammen. Sehr, sehr schade.

Ausgleich nach der 4. Runde

In Runde 2 wurde ich komplett überspielt und übersah sogar das Matt. Die 3. Runde ging dann wieder mit Weiß in meiner Lieblingseröffnung weiter. Hier konnte ich nach einem sauber gespielten Minoritätsangriff im Turmendspiel durch ein taktisches Zwischenschach einen Turm gewinnen und mein Gegner gab sofort auf. Runde 4 war dann eine extrem geschlossene Partie in der ich die letzte Lücke nutzte und eine Springergabel im feindlichen Lager platzieren konnte. Mit einem Turm mehr schob ich meinen Gegner über die Zeit.

Solider Abschluss mit Potenzial

Es folgten zwei Remis. In Runde 5 gewann ich durch eine Ungenauigkeit meines knapp 1900er Gegners einen Bauern und startete einen vielversprechenden Angriff. Als dieser nicht durchschlug, beschloss ich die Partie mit Dauerschach zu beenden.

In Runde 6 hatte ich ein Turmendspiel mit Minusbauern und mein Gegner noch 4 Sekunden. Ich spielte jedoch so schnell, dass er mir ängstlicherweise Remis bot.

Die letzte Runde spielte ich gegen den Turnierleiter, der am Ende sogar zugab, dass ich ihn komplett überspielt hatte. Rätselhaft, wie ich das noch verlieren konnte. Hier fehlt mir einfach noch die eiskalte Cleverness, die Spieler über 2100 haben.

Fazit

Am Ende stand mit 3 aus 7 zwar kein Superergebnis, aber die Gewissheit auch gegen die „Großen“ nicht sofort umzufallen. Ich konnte wieder Selbstvertrauen für kommende Turniere tanken und ein Eloplus von 20 Punkten mitnehmen. Kommende Saison werde ich wieder in Lichtenrade dabei sein.

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Schnellschach in Bad Godesberg

Stell dir folgende Situation vor: Du befindest dich weit, weit weg von deinem Wohnort und findest dich nun in einer dir mehr oder minder unbekannten Gegend wieder. Du bist früh angekommen, hast die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Umgebung bereits abgehakt und somit den Abend frei. Was machst du?

Natürlich! Du suchst nach nahegelegenen Schachvereinen und schaust vorbei. Schließlich wird Schach in wirklich jedem Winkel unserer Republik gespielt.

Schach am anderen Ende der Welt

In meinem Fall wusste ich natürlich, dass es in Bonn, wo ich mich befand, jede Menge Schachvereine gab – schließlich ist NRW eine ziemliche Schachhochburg. Große Vereine mit einer Vielzahl an Mitgliedern sind hier keine Seltenheit und so ganz unbekannt ist mir die Gegend dann doch nicht.

Wie es der Zufall wollte richtete der Godesberger Schachklub just an diesem Abend ein Schnellschachturnier aus, nur wenige Meter von meinem Hotel entfernt. Schnellschach in Bad Godesberg: Dies also war die Abendbeschäftigung meiner Wahl!

„Blick“ auf das Spiellokal: Irgendwo zwischen den Bäumen

Rheinländische Direktheit

Im Rheinland ist man direkter als bei uns. Von langen Eröffnungsreden hält man nichts und auch die Ansagen zwischen den Runden beschränkten sich auf das Wesentliche.

„Die Bretter sind freigegeben. Und jetzt spielt!“

Der Turnierleiter

Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, versemmelte dafür aber direkt die erste Partie gegen den späteren Turniersieger. Der fühlte sich anscheinend ein bisschen gelangweilt, aber hey: Für mehr Spannung hätte er sehr gerne eine Leichtfigur zurückgeben können.

„Die nächste Runde hängt aus, setzt euch an eure Plätze.“

Kaum war die letzte Partie einer Runde beendet, hing auch sogleich die nächste Runde aus. Wie machte der Turnierleiter das nur?

Das Spiellokal des Godesberger SK von etwas näher

Fairplay wird in Bonn großgeschrieben

Folgende Situation: Der klare DWZ-Favorit (Weiß) verrechnete sich gehörig im Mittelspiel und musste mit drei Mehrbauern gegen eine Leichtfigur spielen. Schwarz spielt das Endspiel solide und findet dann den zweiten großen Fehler des Weißen, wonach er einen Freibauern erhält und Weiß seinen Turm dafür geben muss. Auch Schwarz wird kurz darauf seinen Turm für einen weißen Freibauern geben müssen, aber das entstehende Endspiel mit diversen Bauern und dem zusätzlichen Springer wird für Schwarz ohne Mühe gewonnen sein.

Mit einer Sekunde Restzeit auf der Uhr bietet Schwarz remis.

Der DWZ-Favorit guckt auf die Uhr, zögert kurz und schmunzelt, dann reicht er die Hand – die Leistung wird anerkannt!

„Das kann ich nicht mit reinem Gewissen ablehnen. Mit Schach hätte das sonst nichts zu tun.“

M. Müller

Meine Hochachtung dafür und Respekt noch obendrein! So manch ein Spieler aus der Hauptstadt könnte sich davon eine Scheibe abschneiden.

Schachkultur in Bad Godesberg

Auch sonst ist manches anders als im Großraum Berlin. Das übliche kurze, leise Reden am Brett direkt im Anschluss einer Partie (was lief falsch, wo war der entscheidende Fehler) wurde toleriert. Allerdings hat man sich grundsätzlich bemüht im Turniersaal leise zu sein und die anderen nicht zu stören, wodurch es insgesamt ausgesprochen ruhig und gesittet zuging.

Die Atmosphäre in dem malerisch im Park gelegenen Spielpavillon war jedenfalls sehr entspannt und angenehm.

So starke Gegner hatte ich noch nie

Klar: Im Einzelfall schon. Aber noch nie über ein ganzes Turnier hinweg und erst recht nicht in dieser Häufung! In allen 6 Partien war ich wertungsmäßig der Außenseiter, gleich 4 meiner Gegner konnten eine DWZ jenseits der 2100 aufweisen.

Die beiden „schwächeren“ Spieler konnte ich mit Schwarz jeweils besiegen. Gegen die 2100er lief es unterschiedlich, aber deren Siege waren letztlich verdient.

Ein Turmopfer zu viel

Interessant war besonders die letzte Partie gegen den Setzranglistenersten. Hier stand ich gar nicht schlecht, opferte im Zuge meines Angriffs aber einen Turm, um eine Figurenübermacht am Königsflügel zu erreichen. Es zeigte sich jedoch, dass die lokale Übermacht zu unkoordiniert war, um tatsächlich durchzubrechen: Ein bisschen wie ein wildes Barbarenheer gegen eine gut geordnete römische Legion.

In dieser Stellung zog ich 16. Le3? in der Annahme, dass der Läufer wichtiger sei als der Turm in der Ecke – ein Fehler, der die Partie verliert.

Die Analyse zeigte später, dass die Idee des Turmopfers völlig korrekt war, aber anders hätte ausgeführt werden müssen: Direkt 16. f6! wäre der richtige Zug gewesen mit der kritischen Variante 16. … Sxa1 17. Sg3!! Sg6 18. Sh5 Sb3 19. fxg7 Sxc1 20. gxf8=D Dxf8 21. Txc1 und Weiß stünde klar besser.

Stellung nach 21. Txc1

Fazit

Beim Schnellschach in Bad Godesberg erspielte ich mit 2.5 Punkten aus 6 Partien aufgrund der starken Gegner fast eine 2000er Leistung und konnte einige Erfahrungen sammeln.

Zudem konnte ich wieder einmal Eindrücke von außerhalb meines gewohnten Umkreises mitnehmen und dabei zugleich die rheinländische Schachkultur kennenlernen.

Insgesamt also ein gern gespieltes Turnier. Meinen Dank an die Turnierleitung für die perfekte Organisation!

25. Emanuel-Lasker-Schachturnier 2019

Am letzten Aprilsonntag fand das inzwischen 25. Emanuel-Lasker-Schachturnier in Thyrow statt. Der Schachclub „Hans Clauert“ Trebbin e.V. sowie der Ludwigsfelder Schachclub 54 e.V. richteten das fest etablierte Turnier wie in jedem Jahr gemeinsam aus und konnten sich auch diesmal über fast 50 Teilnehmer freuen. Aber nicht nur Schachfreunde aus Brandenburg und Berlin waren zu Gast, sondern auch Spieler von weiter her: So begrüßte die Schirmherrin des Turniers, Frau Klatt, zum Auftakt mit großer Freude auch Spieler aus Magdeburg oder Schwerin.

Eröffnung des 25. Emanuel-Lasker-Schachturniers 2019 in der Kulturscheune Thyrow

Enthusiasmus und Spielfreude

Ganz im Geiste des ehemaligen Weltmeisters gingen die Kontrahenten mit großem Enthusiasmus an den Start und bereits in der ersten Runde gab es Überraschungen und spannende Paarungen. Spielfreude und gute Stimmung zogen sich auch durch den weiteren Verlauf des Turniers. Aber auch schachlich gab es viele hochspannende Begegnungen zu sehen: In vielen Partien konnte man regelrecht mitfiebern, denn neben Strategie, Positionsspiel und Taktik wurden mehrere Partien erst in den allerletzten Sekunden entschieden.

Die Mittagspause wurde zum allgemeinen Austausch rege genutzt und auch so manche Partie wurde noch einmal detailliert besprochen. Einige Spieler bereiteten sich mit Taktikaufgaben auf die verbleibenden Partien vor. Wie in jedem Jahr wurde auch diesmal wieder gegrillt, sodass die Teilnehmer anschließend gesättigt und ausgeruht in die zweite Turnierhälfte starten konnten.

Weltmeisterlicher Turniersieg

Nach fünf gespielten Runden konnte sich Jann-Christian Tiarks vom USV Potsdam von seinen Konkurrenten absetzen und führte die Tabelle fortan alleine an. Bereits vor der letzten Runde war klar, dass es dabei bleiben würde: Jann-Christian führte uneinholbar und gab schließlich nur in der allerletzten Runde einen halben Partiepunkt an Vorjahressieger Karsten Schulz ab. Er gewann somit mit 8.5 Punkten aus 9 Partien und 1.5 Punkten Vorsprung – ein Ergebnis, das es laut Turnierleiter René Schilling in den 25 Jahren des Turniers so noch nicht gegeben hatte.

Herzlichen Glückwunsch an Jann-Christian Tiarks zu diesem weltmeisterlichen Ergebnis und dem deutlichen Turniersieg!

Die weiteren Sieger

Karsten Schulz aus Schwerin beendete das Turnier mit 7.0 Punkten auf dem zweiten Platz. Dritter wurde der in Magdeburg spielende Tobias Röhr mit 6.5 Punkten.

Siegerin der Frauen wurde Susanne Röhr mit 4.0 Punkten. Bei den Senioren gewann Erik Allgaier mit starken 5.5 Punkten. Der U20-Jugendpreis ging an Jared Möller, der 5.0 Punkte holte. Den Jugendpreis U14 holte Oliver Röhr mit 5.5 Punkten.

Wir gratulieren allen Siegern und allen Platzierten!

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