Sieg gegen Werder: Ein Sechskampf bahnt sich an

Der Ludwigsfelder SC ging in der 8. Runde der Regionalliga West ohne seine Stammspieler Rafael Schenk, Reiko Pankow und Ulrich Kruspe an den Start. Eines unser jungen Talente, Lennard Zimmer, kam dafür zu seinem Debüteinsatz in der 1. Mannschaft.

Unsere Gegner traten nur mit 6 Spielern an, sodass wir gleich mit einem 2-Punkte Vorsprung begannen.

Gelungener Einstand

Unser Junior schaffte in einer Partie mit wechselnden Vorteilen als erster eine Punkteteilung, die letztlich dem Verlauf der Partie gerecht wurde. Glückwunsch dazu! Frank Schumann gewann frühzeitig eine Leichtfigur und ließ sich mit all seiner Erfahrung den Sieg dann nicht mehr nehmen: Seine Erfolgsserie fortsetzend erreichte er somit den 5. Sieg in Folge. Senior Roland Schmidt und Ralf Kokulinsky sicherten mit gutem Schach und soliden Remisen anschließend den Mannschaftssieg.

Wolfgang Tilp vollendete seine Partie elegant mit einer Springergabel, nachdem er zuvor bereits eine volle Leichtfigur im Vorteil war, und schraubte das Ergebnis so auf mittlerweile 5,5 Brettpunkte nach oben. Währenddessen erhöhte René Schilling am ersten Brett zunehmend den Druck auf die Werder’sche Grundreihe. Sein Freibauer rückte bis auf die zweite Reihe vor, flankiert von beiden Türmen, sodass die Umwandlung schließlich nicht mehr zu verhindern war und das Materialübergewicht so groß wurde, dass Weiß schlussendlich aufgab.

„Hier wird ja bis zum letzten Blutstropfen gekämpft.“

ein Zuschauer

Insgesamt gewannen wir somit deutlich mit 6,5 : 1,5 gegen die Schachfreunde aus Werder an der Havel.

Ein spannendes Finale bahnt sich an

Drei Runden vor Schluss entwickelt sich somit ein spannender Sechskampf um die vorderen Plätze in der Tabelle. Obwohl wir aktuell nur auf Platz 6 stehen, trennt uns nur ein einziger Mannschaftspunkt und wenige Brettpunkte vom Tabellenführer. Je nach Ergebnissen der noch ausstehenden Spieltage könnten gar die Brettpunkte am Ende die Entscheidung bringen.

Pl. Mannschaft MP BP Berl.Wrt.
1. SV Empor Schenkenberg 12 40 187.5
2. SG Lok Brandenburg II 12 40 165
3. SV Grün-Weiß Niemegk 12 36.5 155
4. SC Caissa Falkensee 11 38.5 179.5
5. USV Potsdam III 11 38.5 177.5
6. Ludwigsfelder Schachclub 11 37 163
7. SC Empor Potsdam 1952 III 7 32.5 139
8. Potsdamer SV Mitte IV 6 31.5 152.5
9. SV Marzahna 6 28.5 147.5
10. SV Babelsberg 6 24 118
11. SV Rochade Potsdam-West II 2 21.5 73.5
12. SV Werder II 0 15.5 70

Ein schachintensives Wochenende

Ebenfalls am Sonntag trat unsere 3. Mannschaft in der 4. Runde der KMM gegen die Schachfreunde von Rolls-Royce aus Dahlewitz an.

Bereits am Vortag spielten Lennard und Balthasar beim Müncheberger Juniorenturnier mit und erreichten gute Ergebnisse.

René spielte sich währenddessen beim Schnellschachturnier in Mariendorf warm und erkämpfte trotz nominell größtenteils deutlich stärkerer Gegnerschaft 3,5 von 7 Punkten.

Dritte Mannschaft unterliegt Dahlewitz

Zeitgleich zum Wettkampf der 1. Mannschaft in der Landes-Mannschafts-Meisterschaft gegen den SV Werder/Havel II trat unsere 3. Mannschaft in der 4. Runde der KMM gegen die Schachfreunde von Rolls-Royce aus Dahlewitz an.

Zur Unterstützung unserer Nachwuchsspieler spielte Ulrich Kruspe am 1. Brett gegen Günther Bock. Mit Janick, Yannis und Balthasar, der am Tag zuvor beim Juniorenturnier in Müncheberg einen guten 5. Platz erspielte, konnten diesmal gleich 3 Nachwuchsspieler ihr Können zeigen.

Alle drei standen lange Zeit absolut solide und konnten ihren weitaus erfahreneren Gegnern so einige Schwierigkeiten bereiten. Yannis erreichte ein Remis, Janick und Balthasar verloren schließlich nach einem spannenden Kampf. Ulrich verpasste später den Sieg, sodass das Ergebnis letztlich deutlich schlechter aussieht als die gezeigte Leistung. Der gesamten Mannschaft ein großes Lob zu den insgesamt starken Partien. Kopf hoch: Beim nächsten Mal stimmt auch das Ergebnis!

Schnellschach in Mariendorf

Während unsere Jugend in Müncheberg Schach spielte, fuhr ich zum Schnellschachturnier beim TSV Mariendorf. Dort konnte man sich am Samstag in 7 Partien mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit auf die Sonntagspartie in der Regionalliga warmspielen.

Da die Schnellschachveranstaltungen bei den Berliner und Brandenburger Schachfreunden beliebt sind, sind die Teilnehmerfelder dabei immer stark besetzt. So war es auch diesmal und ich fand mich in der unteren Hälfte der Startreihenfolge wieder. Von Beginn an hieß es nun „Kopf hoch und auf zum königlichen Kampf“! Denn auch wenn gegen einen stärkeren Gegner Niederlagen zwar zu erwarten sind, gibt es ja auch immer die Chance eines Patzers von diesem. Im Gegenzug kann man gegen schwächere Gegner seine Klasse zeigen.

Insgesamt gelang mir ein gutes Turnierergebnis. Wichtiger für den sonntäglichen Mannschaftswettkampf war aber ein gelungenes Warmspielen.

Gegen die beiden „Underdogs“ konnte ich – wenn auch mit Fortune – gewinnen. Aus den 5 Spielen als „David“ erkämpfte (erspielte) ich einen Sieg und ein Remis. Somit kamen 3,5 Punkte zusammen. Mit 6 gut gespielten Partien und diesem zählbaren Ergebnis war auch sportlich der Ausflug ins Spiellokal des TSV Mariendorf ein Erfolg.

Das Turnier gewonnen hat FM Dirk Paulsen mit sehr beachtlichen 6,5 Punkten.

Ein Dank an die Veranstalter, allen voran Bernhard Riess und Olaf Ritz.

René Schilling

Turnierseite

Gute Ergebnisse beim Müncheberger Juniorenturnier

Am Samstag, den 23.03.19, fand zum 4. Mal in Folge das Müncheberger Juniorenturnier statt.

Mit einer Teilnehmerzahl von gut 40 Kindern gab es wieder einen enormen Zuspruch. In Gruppe A spielten alle Kinder mit DWZ und Restpartien drei nach DWZ gewertete Runden Schach mit einer Bedenkzeit von je 60 Minuten. In Gruppe B standen 7 Runden Schnellschach auf dem Programm.

Ludwigsfelder mit guten Ergebnissen

Für den Ludwigsfelder SC gingen Balthasar Ehlers in der B-Gruppe und Lennard Zimmer in der A-Gruppe an den Start.

Balthasar konnte mit starken 4 Siegen den 5. Platz erspielen und zeigte dabei eine gute Leistung, besonders da dies erst seine vierte Teilnahme an einem Schachturnier überhaupt war. Herzlichen Glückwunsch also an dieser Stelle!

Auch für Lennard lief es nicht schlecht. Nach einem unglücklichen Verlust in Runde 1 konnte er sich mit zwei überragenden Siegen in Runde 2 und 3 noch einen guten Mittelplatz im Teilnehmerfeld erspielen. Auch dazu herzlichen Glückwunsch!

Die Teilnehmer des 4. Müncheberger Juniorenturniers

Hervorragende Organisation

Das Turnier in Müncheberg war unter der umsichtigen Leitung von Jörn Gehrke und seinem Team einmal mehr hervorragend organisiert. Besonders bemerkenswert und gut war der Verzicht auf eine kindgerechte Auslegung der Spielregeln. Etliche Partien gingen durch die zweite Ermahnung verloren. Dies zeigte einmal mehr, dass Regelkunde einen größeren Stellenwert im Juniorenschach bekommen muss, um in zukünftigen Turnieren bestehen zu können.

Auffällig war auch, dass fast alle Teilnehmer aus den Clubs des östlichen Brandenburgs waren und die Ludwigsfelder den weitesten Anfahrtsweg hatten. Alle Teilnehmer bekamen eine Erinnerungsmedaille und auch das Catering zu schmalen Preisen war vorzüglich organisiert. Die Teilnehmer freuten sich schon auf das Sommerturnier, welches für den Juni geplant ist.

Familienmeisterschaft 2019

Auch Ludwigsfelde war bei der Deutschen Familienmeisterschaft wieder vertreten: Rafael nahm mit seinem Bruder Jonatan teil, der für die SG NARVA Berlin spielt. Wie schon in der Vergangenheit traten wir als „Vier Türme für ein Halleluja“ an – eine Anspielung an einen der großen Erfolge von Bud Spencer und Terence Hill.

Geboten wurde Schnellschach in 2er Teams mit einem optionalen Ersatzspieler. Auch für Verpflegung vor Ort wurde gesorgt und die sanitären Einrichtungen waren sauber und in ausreichender Anzahl vorhanden. Überhaupt war das Vereinsheim der TSG Oberschöneweide mit Blick auf die Spree ein sehr angenehmes Spiellokal. Vielen Dank an dieser Stelle an die Helfer und Organisatoren!

Die Familienmeisterschaft war gut organisiert und es herrschte eine entspannte und freundschaftliche Atmosphäre. Viele der Schachfamilien kannte man, sodass man auch immer jemanden zum Quatschen oder Mitfiebern finden konnte.

Aus schachlicher Sicht lief es für uns durchwachsen. Wir holten zusammen 50% der Brett- und Mannschaftspunkte, versäumten es aber gegen nominell stärkere Teams auch mal zu punkten.

Sieger des Turniers wurde Familie Hansch aus Potsdam, die mit gewohnt solidem und gutem Spiel überzeugten.

Turnierseite