LSC bleibt auch am 3. Spieltag ungeschlagen

Am vergangenen Sonntag kam es zum ersten Heimspiel der laufenden Saison. Wir erwarteten die netten Gäste und unmittelbaren Tabellennachbarn vom Schachclub Schenkenberg. Die letzten Aufeinandertreffen verliefen immer sehr knapp – wenn auch oft mit dem besseren Ende für uns.

Dies sollte in diesem Jahr natürlich so bleiben und wir traten in Bestbesetzung an. Das 8. Brett hütete in dieser Saison erstmals Ulrich, der als Trainer, Fahrer und Spieler die Kinder in der Regionalklasse bei den Auswärtsspielen betreut.

Nach der gewohnt soliden Begrüßungsansprache von Mannschaftsleiter Reiko Pankow wurde der Kampf auf den 64 Feldern eröffnet.

Der erste Rückschlag

Den ersten Dämpfer bekam unsere Mannschaft nach einer knappen Stunde, als Wolfgang am 7. Brett fehlgriff und auf Grund dieses Blackouts leider sofort aufgeben musste. Wieder einmal lagen wir 0:1 zurück. Es folgte ein solides Remis von Ulrich. Jetzt spielten nur noch sechs Bretter und der Ausgleich war nicht in Sicht. Kurt erarbeitete sich mit Weiß eine schöne Angriffsstellung in der Skandinavischen Verteidigung und drohte seinen Gegner zu überrennen, und auch René stand mit Weiß gegen den DWZ-Besten aus Schenkenberg sehr druckvoll. Ähnlich sah es auch bei Frank am 5. Brett aus. An den anderen Brettern war noch nichts Konkretes zu erkennen.

Reiko rüttelt die Truppe wach

Dann setzte unser Mannschaftsleiter mit einem Paukenschlag den Start zur Aufholjagd und gewann in eindrucksvoller Manier. René, als Teamplayer bekannt, lehnte noch das Remisangebot seines Gegners ab. Michel verbesserte seine Stellung Stück für Stück, stellte erst einen gegnerischen Springer kalt und verpasste seinem Gegner einen Doppelrandbauer. Kurt spielte sehr geschwind und konnte in ein Springerendspiel mit Mehrbauern abwickeln, auch Frank erhielt Materialvorteil in Form eines Bauern. Es sah nicht schlecht aus für uns und nach zwei Mannschaftsremisen in Folge wollten wir den ersten Sieg.

Auch Michel wollte nach zwei Remisen endlich wieder punkten, doch schätzte er seine Stellung falsch ein und vertauschte zwei Züge. So kam der Gegner unnötig zu Aktivität, so dass hier nichts anderes übrigblieb, als den entstandenen Angriff per Damentausch abzuschwächen und in ein Doppelturmendspiel abzuwickeln, wo der Mehrbauer des Gegners in Form des Doppelbauern nicht gefährlich werden konnte. Hier wurde dann schnell Remis vereinbart. Die Hälfte der Spiele war somit beendet und es stand 2:2.

Ein sehenswerter Endspurt

An Brett 1 entwickelte sich ein erbitterter Schlagabtausch. Rafaels Gegner schlug mit dem Läufer auf h6 ein und holte sich mit drohendem Damengewinn diesen Bauern ab. Derweil bat René Michel darum die Spiele zu beurteilen, da sein Gegner erneut Remis geboten hatte, welches wieder abgelehnt wurde.

Kurt hatte derweil seinen Mehrbauern in eine Dame verwandelt und spielte gegen den letzten Versuch seines Gegners, mit Springer, Bauer und König selbst umzuwandeln. Frank hatte zu diesem Zeitpunkt ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit zwei Mehrbauern auf dem Brett. Also kam von Michel die Information an René, dass Brett 4 und 5 auf jeden Fall gewinnen und er ruhig Remis machen kann, dann wäre es egal wie Rafaels Partie ausgeht. Also machte René Remis und es stand 2,5:2,5.

Anders als erwartet

Kurt spielte mit viel Erfahrung seinen Vorteil runter und erstmals gingen wir an diesem Spieltag in Führung. Doch was geschah bei Frank? Trotz zwei Bauern Materialvorteil verkeilten sich die Bauern und plötzlich stand der König des Gegners aktiv und der entscheidene Hebel fehlte, um sich einen Freibauern zu erarbeiten. Sollte es wieder nur zum Remis reichen?

Als der Druck kaum noch auszuhalten war fiel die Entscheidung an Brett 1. Rafael konnte einen Turm seines Gegners weitgehend isolieren und drohte mit zwei weit vorgerückten Zentrumsbauern. Sein Gegner übersah schlussendlich die gewinnbringende mehrzügige Taktik und musste angesichts der drohenden Demontage mit weniger als einer Minute Restbedenkzeit die Waffen strecken.

Frank hatte derweil vom Rechnen einen ganz roten Kopf, konnte aber aufgrund des Sieges von Rafael gefahrlos in ein Remis abwickeln. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewannen wir verdient mit 5:3 und klettern in der Tabelle damit auf den 5. Platz.

Nächste Niederlage in der Regionalklasse

Zeitgleich spielte an diesem Tag unsere Kindermannschaft gegen Lok Brandenburg III und musste mit 1:3 eine bittere Niederlage einstecken. Es spielten Hagen, Lennard, Thilo und Balthasar.

Hervorzuheben ist die Leistung von Hagen, der dem 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegner ein Remis abtrotzte. Thilo lag schnell unglücklich zurück, so dass hier leider nichts zu holen war. Bei Balthasar wurde in einer wilden Partie, mit ständig wechselnden Materialvorteilen, Remis vereinbart.

Der Pechvogel an diesem Tag war leider Lennard, der seine Gegnerin mehrfach überspielt hatte und mit zwei Mehrbauern im Schwerfigurenendspiel leider nicht zum Abtausch kam. Fast zufällig fanden die gegnerischen Türme dann den Weg auf die 7. Reihe und Lennard konnte sich für seine starke Leistung nicht belohnen. Aber die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Alle nahmen es gelassen und konnten wieder wertvolle Erfahrungen sammeln.

Michel