Die fast glorreichen Sieben in Potsdam

Da nun bereits wie im vorigen Jahr die DSAM auch in Potsdam Halt machte, also quasi vor unserer Haustür, konnten sich diesmal neben den üblichen Verdächtigen Rafael, René und Michel auch zwei Jugendspieler des LSC zur Teilnahme bewegen lassen: Hagen spielte sein zweites Turnier und für Thilo sollte es die erste Teilnahme werden.

Seit geraumer Zeit steht die Deutsche Amateurmeisterschaft unter dem Motto „Die glorreichen 7“, bedingt durch 7 Qualifikationsturniere in 7 Leistungsgruppen. Wir wollten dieses Motto bekräftigen und durch die Teilnahme von Rafaels Bruder Jonatan sowie unseres guten Freundes und ehemaligen Mitstreiters Sebastian Motsch, waren wir also quasi im erweiterten Familienkreis auch zu siebent.

Optimale Spielbedingungen

Es war nun nach Dresden und Düsseldorf das 3. Qualifikationsturnier der laufenden Saison. Im Kongresshotel am Templiner See in der Nähe des Luftschiffhafens fanden wir optimale Spielbedingungen vor. Rafael, René und Michel spielten in der C-Gruppe, Hagen und Sebastian in der Gruppe F, Jonatan in Gruppe D und DSAM Neuling Thilo startete in Gruppe G. Die Gruppen spielten diesmal in mehreren Sälen und waren bunt im Hause verteilt. Einzig Thilo und Jonatan spielten diesmal im Hauptsaal, während unsere 3 Spieler in der C-Gruppe schon ziemlich abseits agierten. Man musste schon sehr lange Wege gehen, wenn man allen Partien der 7 folgen wollte. Dennoch tat es der positiven Grundstimmung keinen Abbruch.

Das Turnier war einmal mehr super organisiert und der Teilnehmerrekord von Düsseldorf konnte auch um wenige Spieler geknackt werden. Für Heiterkeit sorgte auch die neu eingeführte Vereinswertung, wo die jeweils 4 Besten eines Vereins um Preise kämpften. Michel bildete wieder mit der ehemaligen Ludwigsfelderin Cordelia Koppe aus Rüdersdorf das Duo in der gemischten Wertung. Die beiden ehemaligen Ludwigsfelder Gymnasiasten wählten auf Grund des industriellen Hintergrundes ihrer Wohnstädte den Namen „Kalksteinmercedes“, doch dieser kam während des gesamten Turnieres nicht so richtig in Fahrt.

Erfahrungsgewinne für alle

Es wäre jetzt müßig über alle Partien unserer Spieler zu diskutieren. So richtig erfolgreich wurde es letztendlich für niemanden. Wir freuten uns alle sehr für Thilo, der bei seiner ersten Teilnahme 3 Siege aus 5 Partien holte. Ein tolles Ergebnis. Hagen, der in diesem Jahr eine Gruppe höher spielte, erreichte 2 Siege und war in der F-Gruppe damit einen Punkt glorreicher als Sebastian, der in diesem Jahr nicht so recht ins Turnier fand.

In der C-Gruppe erwischte René von uns allen den besten Start und hatte nach der 3. Runde schon 2,5 Punkte auf dem Konto. Hier sah es nach mehr aus. Leider verlor er dann die letzten beiden Runden und konnte sich nicht belohnen. Rafael erreichte ebenfalls am Ende die 50% Marke. Vermutlich hatte er sich nach seinen starken Turnieren in Magdeburg, Korbach und bei der Brandenburger Einzelmeisterschaft mehr erhofft. Jonatan und Michel schafften zusammen 8 Remis, was dann aber auf Grund des starken Teilnehmerfeldes nur hintere Plätze bedeutete.

Partieanalysen mit Großmeistern

Zwischen den Partien konnte man sich am Chessbase Stand an Taktikaufgaben versuchen und der Deutsche Schachbund stellte für die Analyse der Partien GM Robert Rabiega sowie die beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Paehtz ab. Hier nutzten erfreulicher Weise unsere Jugendspieler die Möglichkeit ihre Partien analysieren zu lassen.

Fazit

Auch wenn in diesem Jahr in Potsdam der große Wurf ausblieb, kann man doch von einem schönen Turnier sprechen. Wenn man in der ersten Woche des Jahres so viele bekannte und gut gelaunte Gesichter sieht und gemeinsam seinem Hobby fröhnen kann, ist das einfach nur toll.

Gerade für den Nachwuchs sind diese Erfahrungen ungemein wichtig und lehrreich. Der positive Spirit wird uns in dieser Saison hoffentlich noch lange begleiten.