Wahlversammlung beim Ludwigsfelder Schachclub

Am Freitag, den 17. Januar, war es soweit. Bedingt durch den Weggang unseres stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Kai Lotz, musste der Ludwigsfelder Schachclub einen neuen Vorstand wählen.

Ergebnisse der Wahl

15 Schachfreunde nahmen an der Wahl teil. Nachdem dem alten Vorstand für seine Arbeit gedankt wurde und dieser entlastet wurde, folgte dann die Neuwahl. Schachfreund René Schilling wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Ludwigsfelder Schachclubs gewählt.

Die Stellvertreterfunktion wurde an Michel Zimmer übertragen, in der Rolle des Kassenwartes wurde Ulrich Kruspe erneut bestätigt. Frank Schumann ist von nun an als Kassenprüfer beim LSC tätig.

Konstruktive Diskussionen

Bemerkenswert waren die positive Stimmung und die konstruktiven Gespräche während des gesamten Abends. Alle waren sich einig, dass der Verein nur durch die Beteiligungsbereitschaft aller weiterhin so erfolgreich agieren kann.

Zahlreiche Danksagungen

Besonders hervorgehoben wurde die Wichtigkeit des eigenen Nachwuchsbereiches unter der hervorragenden Leitung von Ulrich Kruspe. Es ging auch ein großes Dankeschön an Rafael Schenk für die Erstellung und Pflege unserer Homepage, welche enorm zur positiven Außenwahrnehmung des Vereins beiträgt. Nicht weniger wichtig wurde auch die ehrenamtliche Schacharbeit von Jörg Schwarze am „Hort zum Wasserturm“ gewürdigt.

Desweiteren wurde auch ein Dank an weitere Senioren des Klubs vermittelt. Wolfgang Tilp pflegt die wichtigen Beziehungen zum Waldhaus e.V. und trägt mit der Organisation der Vereinsfeiern außerhalb der Spielstätte sehr zur Geselligkeit bei. Unser ältester Spieler Roland Schmidt pflegt nach wie vor immer noch wichtige Kontakte zum Kulturamt und der Stadtverwaltung. So wird durch ihn auch jährlich ein Mitwirken des LSC beim Ludwigsfelder Sommerfest ermöglicht und der Verein konnte seine Stadtmeisterschaft erstmals wieder im Kulturhaus austragen.

Planungen zum 3. Ludwigsfelder Herbst

Allen interessierten Lesern und Freunden des kommenden 3. Ludwigsfelder Herbstturnieres sei hiermit mitgeteilt, dass auch hier die Planungen vorangeschritten sind und vermutlich Ende Februar zum Abschluss kommen werden.

Lennard gewinnt in Leegebruch

Menschen, die sich neben dem Genuss von Schachliteratur auch gerne mit Literatur im Allgemeinen befassen, ist das Tautogramm als Stilmittel sicher geläufig. In diesem Zusammenhang wäre es spaßig gewesen, wenn Lennard vom Ludwigsfelder SC in Leegebruch in der L-Gruppe gespielt hätte. Schlussendlich wurde unser Nachwuchsspieler dann jedoch in der P-Gruppe aktiv.

Das Leegebrucher Winterturnier fand wie jedes Jahr am zweiten Samstag im Januar des neuen Jahres statt. 96 Schachspieler aus Berlin und Brandenburg trafen sich zum 11. Jubiläum des DWZ Tagesturnieres und kämpften in 24 Gruppen um die Plätze. Der Austragungsort des Turnieres war zum wiederholten Male die Pestalozzi Grundschule in Leegebruch.

Die Schulleiterin und auch der Bürgermeister richteten nette Begrüßungsworte an die Anwesenden. Dann wurde das Wort dem Hauptschiedsrichter Nikolas Nimptsch übertragen, der in gewohnt souveräner Weise sein Team vorstellte und auf die Modalitäten der Veranstaltung hinwies.

In Lennards Gruppe waren auch ein 48-jähriger Spieler vom SK International 2010 Berlin und zwei Kinder ähnlichen Alters wie Lennard, die von den renommierten Schachvereinen TSG Oberschöneweide und SC Weisse Dame Berlin stammten. Es sollte also keine leichte Aufgabe für unseren Spieler werden.

Schachmatt in der ersten Runde

Die teilweise doch sehr stark schwankenden Leistungen sehr junger Spieler konnte man in dieser Gruppe sehr gut beobachten. Lennard kam gut aus der Eröffnung und gab nach etwas ungeduldigem Spiel das starke Läuferpaar gegen das schwache gegnerische Springerpaar.

Eine einzügige Taktik hätte ihm die Qualität und vermutlich den Sieg gebracht. Leider agierte er in dieser Partie unglücklich und nutzte die Bedenkzeit nicht aus. Auf den vermeintlichen Leichtfigureneinsteller des Gegners fiel er leider herein und ließ sich Matt setzen.

Es war also ein katastrophaler Start, der einiges an ruhigen Motivationsgesprächen erforderte, um Lennard wieder aufzubauen.

Mut und Übersicht wurde belohnt

In der 2. Runde agierte er dann gegen den erwachsenen Gegner wie ausgewechselt, spielte eine starke Eröffnung und opferte sogar mutig den Läufer auf h7. Auch wenn er es vermutlich nicht bis zum Ende durchrechnen konnte, war der Angriff sehr stark und der Gegner hätte eine Reihe einzig richtiger Züge spielen müssen, um hier noch zu bestehen.

Lennard setzte alles auf eine Karte, kämpfte wie ein Löwe und riss mit einem weiteren Qualitätsopfer die Stellung komplett auf. Als dem Gegner in höchster Not noch die „Einkesselung“ der Dame drohte, gab dieser entnervt auf. Nach der folgenden Analyse, in der ich einfach feststellte, dass manch ein 1700er Spieler, mich eingeschlossen, die Stellung nicht hätte durchrechnen können, erreichte Lennards Selbstbewusstsein eine neue Dimension.

In der 3. Runde spielte er sicher eine relativ unbekannte und unorthodoxe Variante gegen 1. e4 und zwang seine Gegnerin zum intensiven Nachdenken. Das gipfelte darin, dass sie nach 15 Zügen nur noch 10 min Restbedenkzeit für weitere 15 Züge hatte. Sie wurde nervös und Lennard behielt eiskalt die Übersicht. Er sperrte erst einen Läufer ein und dann folgte im Anschluss eine zweizügige Taktik, die eine weitere Qualität gewann. Zusammengefasst hieß das, dass seine Gegnerin mit einem ganzen Turm weniger zurückblieb und keinen Angriff hatte. Also gab sie auf.

Als Krönung des Turnieres entschied dann die Feinwertung, dass kein weiterer Stichkampf erforderlich wäre. So wurde Lennard bei seiner dritten Teilnahme in Leegebruch zum 2. Mal nach 2018 Gruppensieger in seiner Gruppe. Mein Dank geht an die Leegebrucher Schachfreunde und alle Helfer, die dieses tolle Turnier immer wieder ermöglichen.

Alle Ergebnisse des Turniers

Durststrecke in der Regionalklasse West

Am 19. Januar empfing unsere 2. Mannschaft das erste Mal überhaupt die Leegebrucher Schachfreunde II. Diesmal spielten Hagen, Thilo, Balthasar und Luca um die Punkte.

Die Gäste aus Leegebruch waren an allen Brettern besser besetzt: Brett 2-4 waren bekannte Gesichter, die man schon auf dem ein oder anderen Open gesehen hatte. Daher rechnete sich unsere Mannschaft auch nicht aus, hier den ersten Punkt zu holen.

Gute Eindrücke an Brett 3 und 4

Luca konnte seine zweite Wertungspartie spielen und war noch sehr aufgeregt. Sehr positiv war trotzdem, dass er eine ganze Weile gut mithalten konnte. Auch wenn er diesmal die Partie noch verlor, zollte ihm sein Gegner im Anschluss großen Respekt.

Balthasar spielte sehr konzentriert und versuchte die Bedenkzeit zu nutzen, jedoch war hier der Gegner schon wertzahlmäßig einige Klassen besser und konnte auch sicher den zweiten Brettpunkt holen.

DSAM-Duo holt einen Punkt

An den Brettern 1 und 2 versuchten Hagen und Thilo derweil die neu gewonnenen Erfahrungen von der DSAM in Potsdam in Punkte umzuwandeln. Thilo war diesem Ziel sehr nahe. Gegen einen 1500er machte er ein tolles Spiel und hatte die aktiviere Stellung. Er kämpfte lange und befolgte dann den gut gemeinten Rat, das Spiel nicht zu überziehen und in Remisstellung auch das Remis mitzunehmen. Sein Gegner konnte gar nicht glauben, dass Thilo erst seit einem Jahr Schach spielt!

Auch Hagen fand mit Schwarz ein gutes Rezept gegen die Bent-Larsen-Eröffnung seines starken Gegners. In dieser Partie wurden dann beim Stand von 0,5:2,5 beiderseitig die Kampfhandlungen eingestellt. Der Mannschaftskampf war ja bereits entschieden und keiner wollte noch mehr riskieren.

Es war schön mit anzusehen, wie förderlich so eine DSAM Teilnahme sein kann. An den ersten beiden Brettern war deutlich erkennbar, dass der Sprung auf die nächste Leistungsstufe nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Da ist es auch eher nebensächlich, dass die Mannschaft an diesem Tag 1:3 verlor und ohne einen Mannschaftspunkt Letzter der Tabelle ist.

Ausblick

Die kommende 6. Runde am Sonntag, den 09.02.20, wird dann wieder ein Auswärtsspiel für unsere beiden Mannschaften. Die 1. Mannschaft spielt gegen Lok Brandenburg II und unsere 2. Mannschaft kämpft in Potsdam gegen Babelsberg II.

Wir werden dann an dieser Stelle gern auch über diesen Spieltag berichten.

Michel

Die fast glorreichen Sieben in Potsdam

Da nun bereits wie im vorigen Jahr die DSAM auch in Potsdam Halt machte, also quasi vor unserer Haustür, konnten sich diesmal neben den üblichen Verdächtigen Rafael, René und Michel auch zwei Jugendspieler des LSC zur Teilnahme bewegen lassen: Hagen spielte sein zweites Turnier und für Thilo sollte es die erste Teilnahme werden.

Seit geraumer Zeit steht die Deutsche Amateurmeisterschaft unter dem Motto „Die glorreichen 7“, bedingt durch 7 Qualifikationsturniere in 7 Leistungsgruppen. Wir wollten dieses Motto bekräftigen und durch die Teilnahme von Rafaels Bruder Jonatan sowie unseres guten Freundes und ehemaligen Mitstreiters Sebastian Motsch, waren wir also quasi im erweiterten Familienkreis auch zu siebent.

Optimale Spielbedingungen

Es war nun nach Dresden und Düsseldorf das 3. Qualifikationsturnier der laufenden Saison. Im Kongresshotel am Templiner See in der Nähe des Luftschiffhafens fanden wir optimale Spielbedingungen vor. Rafael, René und Michel spielten in der C-Gruppe, Hagen und Sebastian in der Gruppe F, Jonatan in Gruppe D und DSAM Neuling Thilo startete in Gruppe G. Die Gruppen spielten diesmal in mehreren Sälen und waren bunt im Hause verteilt. Einzig Thilo und Jonatan spielten diesmal im Hauptsaal, während unsere 3 Spieler in der C-Gruppe schon ziemlich abseits agierten. Man musste schon sehr lange Wege gehen, wenn man allen Partien der 7 folgen wollte. Dennoch tat es der positiven Grundstimmung keinen Abbruch.

Das Turnier war einmal mehr super organisiert und der Teilnehmerrekord von Düsseldorf konnte auch um wenige Spieler geknackt werden. Für Heiterkeit sorgte auch die neu eingeführte Vereinswertung, wo die jeweils 4 Besten eines Vereins um Preise kämpften. Michel bildete wieder mit der ehemaligen Ludwigsfelderin Cordelia Koppe aus Rüdersdorf das Duo in der gemischten Wertung. Die beiden ehemaligen Ludwigsfelder Gymnasiasten wählten auf Grund des industriellen Hintergrundes ihrer Wohnstädte den Namen „Kalksteinmercedes“, doch dieser kam während des gesamten Turnieres nicht so richtig in Fahrt.

Erfahrungsgewinne für alle

Es wäre jetzt müßig über alle Partien unserer Spieler zu diskutieren. So richtig erfolgreich wurde es letztendlich für niemanden. Wir freuten uns alle sehr für Thilo, der bei seiner ersten Teilnahme 3 Siege aus 5 Partien holte. Ein tolles Ergebnis. Hagen, der in diesem Jahr eine Gruppe höher spielte, erreichte 2 Siege und war in der F-Gruppe damit einen Punkt glorreicher als Sebastian, der in diesem Jahr nicht so recht ins Turnier fand.

In der C-Gruppe erwischte René von uns allen den besten Start und hatte nach der 3. Runde schon 2,5 Punkte auf dem Konto. Hier sah es nach mehr aus. Leider verlor er dann die letzten beiden Runden und konnte sich nicht belohnen. Rafael erreichte ebenfalls am Ende die 50% Marke. Vermutlich hatte er sich nach seinen starken Turnieren in Magdeburg, Korbach und bei der Brandenburger Einzelmeisterschaft mehr erhofft. Jonatan und Michel schafften zusammen 8 Remis, was dann aber auf Grund des starken Teilnehmerfeldes nur hintere Plätze bedeutete.

Partieanalysen mit Großmeistern

Zwischen den Partien konnte man sich am Chessbase Stand an Taktikaufgaben versuchen und der Deutsche Schachbund stellte für die Analyse der Partien GM Robert Rabiega sowie die beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Paehtz ab. Hier nutzten erfreulicher Weise unsere Jugendspieler die Möglichkeit ihre Partien analysieren zu lassen.

Fazit

Auch wenn in diesem Jahr in Potsdam der große Wurf ausblieb, kann man doch von einem schönen Turnier sprechen. Wenn man in der ersten Woche des Jahres so viele bekannte und gut gelaunte Gesichter sieht und gemeinsam seinem Hobby fröhnen kann, ist das einfach nur toll.

Gerade für den Nachwuchs sind diese Erfahrungen ungemein wichtig und lehrreich. Der positive Spirit wird uns in dieser Saison hoffentlich noch lange begleiten.

Michel bei der DSAM in Düsseldorf

Kurz vor Weihnachten nahm ich den Flieger von Tegel nach Düsseldorf um am zweiten Qualifikationsturnier der DSAM Saison 2019/2020 teilzunehmen.

Das Turnier fand erstmalig in der schönen Metropole am Rhein statt und so fiel mir die Entscheidung zur Teilnahme unter verschiedenen Gesichtspunkten relativ leicht. Zum einem hatte ich es mir als Ziel gesetzt, alle angebotenen Standorte irgendwann mindestens einmal gespielt zu haben. Zum anderen war ich auf Grund meiner Elozahl erstmalig berechtigt in der C-Gruppe anzutreten. Ich widerstand also der Versuchung, in der D-Gruppe, wie in der letzten Saison, um die Preise mitzuspielen. Außerdem erhoffte ich mir einen größeren Lerneffekt für mein Spiel und ich wollte generell wissen, wie gut ich hier mithalten kann.

Das Hilton in Düsseldorf bot perfekte Voraussetzungen für ein Turnier dieser Größe. Es sollte mit fast 600 Spielern, das bisher größte DSAM Turnier der Geschichte werden. Alle Spieler des Turniers spielten in einem riesengroßen, optisch beeindruckenden Saal.

Der Spielsaal in Düsseldorf

Ein holpriger Start

Ich sollte es bei diesem Turnier mit durchweg zahlenmäßig besseren Spielern zu tun bekommen.

In der ersten Runde konnte ich mir mit Schwarz einen Vorteil in Form eines Bauern erarbeiten, den der Gegner jedoch mit der aktiveren Stellung kompensierte. Es lief relativ gut, bis ich dann versuchte, mit aller Gewalt den Bauern zu halten, anstatt ihn für ein ausgeglichenes Endspiel mit Chancen zurückzugeben. Mein Gegner zeigte mir dann demonstrativ, dass der verteidigende Springer in der Ecke nichts zu suchen hat. Also verlor ich unglücklich die erste Runde.

In der zweiten Partie sollte ein weiteres Kuriosum meiner schachlichen Laufbahn folgen. Ich konnte mit Weiß, nachdem mich der Gegner nicht ein einziges Mal unter Druck setzte, in ein Endspiel Turm + Bauer gegen Turm abwickeln. Hier zeigte sich einmal mehr eine große Baustelle meines Spiels. Es gelang mir nicht, den Vorteil zu verwerten. Ich bot meinem Gegner Remis an, welches er jedoch ablehnte! Er verstand bis zum Schluss nicht, dass ich für jeden Zug ein Inkrement von 30 s dazu bekam. Im 80. Zug reklamierte er auf ZÜ, welches der Schiedsrichter kopfschüttelnd ablehnte. Auch ein weiteres Remisangebot nahm er nicht an.

Meine Mitschriften waren leider zu unsauber, daher traute ich mich nicht, auf Stellungswiederholung zu reklamieren. Also war mein Plan, mit der 50 Züge Regel das Remis trotz Mehrbauern einzufordern. Im 123. Zug bot ich nochmal Remis, welches der Gegner dann akzeptierte. Für diese Unsportlichkeit verweigerte ich dann den Handschlag.

Wärst du doch in Berlin geblieben

Das Personal vom Hilton Hotel tat wirklich sein Bestes, es den Teilnehmern so angenehm wie möglich zu machen. Auch ein opulentes Frühstücksbuffet gehörte zum Aufenthalt dazu. Von sportlicher Ernährung war ich also an diesem Wochenende weit entfernt.

In der dritten Runde kam ich mit Schwarz quasi reversed zu einem Angriff, den ich oft mit Weiß spiele. Mein jugendlicher Gegner mit 1900 Elo kannte ihn nicht. Ich veropferte mich jedoch und der Gegner konnte den Angriff widerlegen. Im 18. Zug gab ich also auf.

Das war die frustrierendste Partie des gesamten Turniers. Ein alter Schlager von Dorthe schoss mir durch den Kopf. („Wärst du doch in Düsseldorf geblieben“) In meinem Fall wäre es, auf den Text angelehnt, wohl besser gewesen, in Berlin zu bleiben, weil ich nie ein guter Schachspieler sein werde. Das wäre demzufolge für Düsseldorf am Rhein das Beste gewesen.

In der 4. Runde spielte ich gegen Königsindisch und mein Gegner erzwang durch entsprechende Abtauschaktionen ein Remis. Mit einem Punkt aus 4 Partien fühlte ich mich nicht gerade glücklich. Gott sei Dank war ein Eiswürfelautomat vor meiner Zimmertür und ich konnte mich abends mit ein paar Drinks trösten. Nebenbei drückte ich dann den wenigen Brandenburger Spielern die Daumen und natürlich Rafaels Bruder, der ebenfalls angereist war.

Kein schnelles Remis in Runde 5

In der letzten Runde bekam ich es mit einer netten Gegnerin mit einem Doktortitel in Chemie zu tun. Nach einem kurzen Plausch und ein paar Zügen testete ich dann, ob sie evtl. früh nach Hause möchte und bot Remis an. Aber sie wollte weiterspielen.

Als sie nur noch 2 Minuten und ich 4 Minuten auf der Uhr hatte , schätzte sie meine Stellung besser ein und bot Remis. Ich fand ihre Stellung besser und nahm an. Somit erzielte ich bei meiner achten Teilnahme an einem DSAM Qualifikationsturnier das schlechteste Ergebnis. Trotzdem verlor ich nur 12 DWZ Punkte, was einmal mehr zeigte, wie stark die Gegner waren. Ich nahm mir also vor, beim folgenden Turnier in Potsdam das Ergebnis zu verbessern.

Fazit

Düsseldorf war spitzenmäßig organisiert und es hat trotz meiner schlechten Leistung großen Spaß gemacht.